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Pressemitteilung

25. November 2017

  Max Ernst Stipendium  
Digitales Bewerbungsverfahren und Vorjurierung

Sehr geehrter Herr Hosmann,
die FDP Fraktion beantragt zum vorgenannten Tagesordnungspunkt:

  1. Der Kultur-und Partnerschaftsausschuss lehnt das digitale Bewerbungsverfahren und die Vorjurierung ab und fordert den Bürgermeister auf, ggf. in Zusammenarbeit mit dem Max Ernst Museum die erforderlichen Räumlichkeiten für die Ausstellung der Bewerberarbeiten auch in der Zeit bereit zu stellen, wenn das Rathaus B neu gebaut wird.

  2. Zur Steigerung der Bewerberzahlen wird der Bürgermeister aufgefordert, neue Konzepte zu entwickeln, zum Beispiel durch
- Aufwertung der Ausstellung durch zusätzliche überregionale Werbung
- Einbeziehung des Museums, gemeinsame Werbung und dortige Ausstellung der Preisträgerarbeiten,
- Begleitveranstaltungen zur Entwicklung der bildenden Kunst, wissenschaftliche Begleitung durch das Museum
- Möglichkeiten für die Besucher/innen zu eröffnen, ausgestellte Kunstwerke zu kaufen oder wegen eines Kaufs oder Atelierbesuchs mit der Künstlerin/dem Künstler in Kontakt zu treten.


  Begründung:

  Zu 1. Das Max Ernst Stipendium gehört zu den kulturellen Aushängeschildern der Stadt und zeigt die Verbundenheit mit Brühls berühmtestem Künstler. Brühl profitiert zugleich vom künstlerischen Erbe nicht zuletzt durch das Max Ernst Museum. Zugleich schlägt der städtische Kunstpreis eine Brücke zur Gegenwartskunst, weshalb die regelmäßigen Ausstellungen der Bewerberarbeiten nicht nur rege besucht werden, sondern auch neue Entwicklungen der Kunst nachvollziehbar machen.

Gerade durch die Ausstellungen partizipieren die Brühler Bürgerinnen und Bürger an der Vergabe des Kunstpreises. Sie gewährleisten, dass die Kunst greifbar und anschaulich ist. Wenn nur noch vorjurierte, wenige Kunstwerke vor Ort zur Verfügung stehen, degeneriert der Preis zu einem bürgerfernen Event für geladene Ehrengäste und einem dazu erscheinendem Presseartikel.

Die Mühe, die das bisherige Verfahren den Organisatoren und den Künstlern macht, wird durch das echte Interesse der Ausstellungsbesucher, viele Diskussionen und durch die Akzeptanz des Preises belohnt.

  Zu 2. Um eine Beteiligung an dem Wettbewerb attraktiver zu gestalten, käme eine verstärkte Werbung in Betracht wie auch unsere weiteren Vorschläge laut Antrag. Um finanzielle Anreize zu setzen, wäre zu überlegen, dass den Bewerber/innen freigestellt wird, Preise für ihre Kunstwerke anzugeben, so dass Interessierte mit den Künstlern Verkaufsverhandlungen führen können. Auch Max Ernst lebte von dem Verkauf seiner Werke.

Jochem Pitz
Vorsitzender der FDP Fraktion
im Rat der Stadt Brühl