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Pressemitteilung

27. Mai 2019

  "Mobilität sichern"


FDP Logo   Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die FDP Fraktion bittet Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rates zu setzen:

  Der Rat beauftragt den Bürgermeister,

  a) in Brühl zwei geeignete Standorte für mögliche Wasserstofftankstellen zu identifizieren und diese planungsrechtlich für diesen Zweck - soweit rechtlich möglich - zu reservieren.

  b) anhand der - allerdings teils fraglichen - Prognosen über die ab dem Jahr 2030 erwartete Zahl an Elektrofahrzeugen in Brühl die notwendig erscheinende Anzahl der Elektro-Ladestationen abzuschätzen und entsprechend weitere Standorte zu finden und - soweit rechtlich möglich und tatsächlich sinnvoll - planungsrechtlich abzusichern.


  Begründung

  Durch die erneute europäische Reduzierung der CO 2 -Schadstoffwerte für Neuwagen ab dem Jahr 2030 steht fest, dass die Fahrzeughersteller geschätzt 30-40 % ihrer Fahrzeuge auf CO 2 freie Antriebsmotoren umstellen müssen. Ob sie sich hierbei auf batteriegestützte Elektromotoren konzentrieren werden – worauf sich der VW Konzern jüngst festgelegt hat-, oder die Fahrzeuge teils mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen ausgerüstet werden, ist unklar.

  Es fehlt jedenfalls nicht nur in Brühl an der erforderlichen Infrastruktur für jede der beiden Alternativen. Es muss eine genügende Anzahl von Ladesäulen gebaut werden, um den erwarteten Bedarf zu decken. Wasserstoff ist bislang in Brühl nicht erhältlich.

  Wasserstofftankstellen dürfen infolge ihres Gefährdungspotentials nur an geeigneten Standorten errichtet werden. Es handelt sich um eine Anlage gem. BImschG mit Vorratshaltung, weil in Brühl keine Wasserstofffabrikation existiert. Daher sind solche Anlagen wohl nur außerhalb bebauter Gebiete genehmigungsfähig. Dennoch müssen sie gut erreichbar sein. Dies wäre vorab mit der Bezirksregierung zu klären.

  Bei Ladesäulen die Frage der ausreichenden Stromversorgung zu klären sein, weil mittelfristig nur Schnellladesäulen Stand der Technik sein werden. Ob die Hausanschlüsse genügen, wenn mehrere Fahrzeuge in einer Siedlung gleichzeitig geladen werden, wäre teils auch noch zu klären.

  Es gilt, sich auf die neue Entwicklung vorzubereiten, um auch künftig die individuelle Mobilität in Brühl zu sichern.

Jochem Pitz
Vorsitzender der FDP Fraktion
im Rat der Stadt Brühl